Wenn der Unity Desktop mal fort ist

Unity ist zwar ein sterbendes Stück Software, gleichwohl bereitet es nach wie vor manch verrückte Probleme. Also was tun, wenn man von seinem Desktop nichts mehr sieht? Zwar ist das Panel noch da und auch das Global Menu, nicht jedoch ein einziges Icon oder gar das korrekte Hintergrundbild?

Ein schlichtes

“unity –reset”

im Terminal der Wahl (Strg+Alt+T oder Strg+Alt+F1) bringt uns zurück auf Ausgang – und den Desktop zurück :c)

Zeigt der Monitor nicht die gewünschte Auflösung an?

Ich habe eine nVidia Grafikkarte, habe Ubuntu am Laufen und seit jeher zeigt mir mein digital angeschlossener Monitor (HDMI, DVI, DP) nicht die nativ mögliche Auflösung an. Warum auch, analog tut er es ja. Häh?

In diesem Beitrag wird erklärt, dass man durch das Anlegen einer xorg.conf-Datei via nvidia-settings und dem nachträglichen Einfügen einer Zeile auch die nicht nativ eingetragenen Auflösungen auswählen kann. Und dann klappt’s auch mit der Anzeige :c)

Promethean ActivInspire unter Ubuntu 16.04 x86_64 nutzen

Interaktive Whiteboards sind schon eine Erfindung, die tatsächlich die Unterrichtsmethoden revolutionieren konnten und können. Vorausgesetzt der/die Unterrichtende sind in der Lage, damit erfolgreich und konsequent umzugehen. Eine Grundvoraussetzung für den glücklichen Umgang damit ist ein Stück Software, welche sich der Benutzung verschrieben hat. Open Sankoré ist da ein gutes Beispiel, hat aber auch einige Schwächen insbesondere in der Kompatibilität zur Verwendung von proprietären Dateiformaten für den Lehrmaterialaustausch. Deshalb kommt auch in meinen Unterrichtsszenarien vornehmlich die Software ActivInspire von Promethean zu Wort, obgleich ich kein Whiteboard besitze. Sei’s drum, die Preisfrage lautet dabei zunächst: Wie installiere ich die Software? Promethean selbst gibt dafür ein schickes (sogar lokalisiertes) Tutorial auf der Homepage preis, doch beziehen sich die Informationen noch auf Ubuntu 14.04 in einer 32bit (i386) Variante. Das nervt, denn de facto führe nich nur ich alle aktuellen Installation in 64 bit durch, und natürlich mit der aktuellsten LTS von Ubuntu 16.04.

Nach dieser Anleitung ist dann eine Installation auch hier möglich – danke an die französischssprachige Ubuntu-Community:

  1. 32bit-Architektur aktivieren:
    dpkg --add-architecture i386
    apt-get update
    apt-get dist-upgrade
  2. Eine alte libssl hier herunterladen und via Software Center installieren.
  3. Schlüssel vertrauen, Paketquellen hinzufügen, diese aktualisieren und activinspire in 32bit-Version installieren:
    wget http://activsoftware.co.uk/linux/repos/Promethean.asc | apt-key add - 
    echo deb http://activsoftware.co.uk/linux/repos/ubuntu trusty oss non-oss | tee /etc/apt/sources.list.d/promethean.list 
    apt-get update 
    apt-get install activinspire:i386
  4. ActivInspire via Befehl “/usr/local/bin/inspire” im Terminal starten und checken, ob noch Kompatibilitätsprobleme bestehen. Fehlen Bibliotheken, diese schlicht via “apt install $name:i386” ($name steht für den Installationsnanmen der fehlenden Software) nachinstallieren und Software starten.

Vorsicht: nicht nur führt das aktivieren der 32bit-Architektur möglicherweise zu Problemen, auch die Installation der veralteten und unsicheren (!) libssl-Bibliothek reißt ein meilenweites Sicherheitsloch in die Umgebung. Schließlich ist auch das Aktivieren von Fremdquellen von Promethean mit Vorsicht zu bedenken. Aber oftmals gilt nur, dass Pragmatismus siegt. Ich wollte lediglich darauf hinweisen ;c)

CEWE Fotowelt-Software unter Ubuntu 16.04

Da gibt es von CEWEs Vorzeigesoftware im Fotobuchvergleich schon eine ureigene, native Linuxversion, welche nach kurzer Textinstallation über ./install.pl auch läuft, dann scheitert es wieder an den Abhängigkeiten des aktuellen Ubuntu 16.04. Diese herauszufinden wiederum ist erst möglich, wenn man die Software via Kommandozeile startet. Dann findet man heraus, dass noch GStreamer als Pulseaudio Abhängigkeit fehlt. Doch das ist schnell behoben, wenn man das Terminal seiner Wahl öffnet (bspw. gnome-terminal) und folgendes eintippt:

sudo apt-get install gstreamer-0.10-pulseaudio

Et voila – alles rennt wie gewünscht. Den Tipp gibt’s übrigens von den Ubuntuusers.

WiimoteWhiteboard unter Linux zum Laufen bekommen

Es ist ein tatsächlich seltenes Thema, aber doch nicht gänzlich unbekannt: Interaktive Whiteboards selbst bauen mit vorhandenen Bildschirmen/Projektoren und günstigen Eingabemöglichkeiten. Fertige, marktorientierte Lösungen schlagen mit mindestens 1500,-€ zu Buche, und das ist eindeutig zu fett. Warum also nicht mal DIY?

Einschlägige, preiswerteste Lösungen funktionieren mit einer Wiimote (dem Nintendo Wii/Wii U Controller), einem Infrarotstift und spezieller Software. Doch soll diese ja, obgleich des recht betagten Alters (latest release 2010), auch noch unter aktuellen Linux-Distributionen laufen. Nur wie?

  1. Linux-Voraussetzungen beachten und die JAR-Datei patchen, wie hier beschrieben. (Letztlich nur ein zip WiimoteWhiteboard.jar libbuecove*.jar zum hineinzippen in die ursprüngliche Java-Datei)
  2. libbluetooth-dev installieren, wie hier beschrieben. (Um BlueCove im BlueZ-Stack zu verankern)

Et voilá – läuft, sitzt, wackelt und hat Luft. Zumindest auf dem von mir getesteten Asus eeePC 901.