Linux, Intel CPU, Notebook, Laptop, Ultrabook und laute CPU nach dem Aufwachen?

Manchmal gönnt man sich etwas. Nachdem ich zehn Jahre lang meinen eeePC 901 als digitale Schreibmaschine für die Uni eingesetzt habe, war es leistungstechnisch höchste Eisenbahn, aufzurüsten. Das habe ich getan mit einem hübschen Gebrauchtgerät von notebooksbilliger.de: Ein Toshiba Protégé Z30A aus dem Jahr 2014 mit Intel core i5-4310U (vPro), 8 GB Ram, 128 GB SSD auf 13,3 Zoll. Schönes, neues Schreibmaschinchen.

Doch was ist das? Nachdem ich Kubuntu 17.10 aufgespielt und eingerichtet habe und nahezu alles funktioniert (Keyboardhotkeys sind etwas gemein und auch das Einrichten des Touchpads erfordert Geduld) ist mir aufgefallen, dass manchmal, nach dem Aufwachen aus dem Standby (resume from suspend to ram, S3) der Lüfter (mein gröter Fan) auf Höchsttouren lief. Ein Heruntertakten der Geschwindigkeit hat nicht eingesetzt. Einfachste Lösung: Schlafen legen, wieder wecken und gut. Aber warum?

Das ganze geht wohl auf einen Kernel Bug aus dem Jahre 2013 zurück, der zwischenzeitlich angeblich gelöst war, dann wieder nicht … und letztlich alle Linux-Derivate betreffen kann. Gelöst werden kann das ganze wiederum über ein praktisches Skript von franz-knipp, welches derart aussehen muss und von hier stammt:

#!/bin/sh
#
# Reset fan speeds after resume, otherwise they blow at maximum speed
#
# Used as work-around for ACPI kernel bug 58301
# https://bugzilla.kernel.org/show_bug.cgi?id=58301
#
# The idea for this fix was taken from
# http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=1761370
#
# Author: franz@qnipp.com
#
# To be saved as /etc/pm/sleep.d/11_fan_3.11.0

case “$1” in
thaw|resume)
for i in /sys/class/thermal/cooling_device* ; do
type=`cat $i/type`
if [ “$type” = “Fan” ] ; then
echo 0 > $i/cur_state
fi
done
;;
esac

Das ganze als root (also bspw. aus dem Terminal als “sudo nano /etc/pm/sleep.d/11_fan_3.11.0“) unter /etc/pm/sleep.d/11_fan_3.11.0 anlegen, speichern und beim nächsten Suspend wird es aufgeführt. Simple Lösung für ein nerviges Problem, sehr schön und danke Franz! 😉

Kurztipp: DVD-Authoring unter Linux

Nur ganz auf die Schnelle: Wer mal eben ein kleines DVD-Menü erstellen möchte (DVD-Authoring), dem sei das Programm DVDStyler sehr ans Herz zu legen. Ubuntu 14.04 bringt es gleich mit in den Paketquellen, ansonsten gibt es ein .tgz-Archiv auf Sourceforge zum Download (Windows und Mac-Versionen gibt es auch, jedoch sei hier auf die mitgebrachte Malware hinzuweisen).

Das Tool arbeitet einfach, flüssig, hat tolle Auswahlmöglichkeiten für kleine aber feine DVD-Menüs, ist schnell, bietet Presets für VCDs und verschiedene DVDs und gibt zum Schluss wahlweise ein ISO oder brennt das ganze gleich auf das Medium der Wahl. So geht es in unter 10 Minuten zur gebrannten Scheibe, sehr toll. Den Tipp habe ich übrigens selbst aus dem Tutorial von Linux.com, welches sich grundsätzlich mit dem Ablauf einer Videoproduktion inklusive Authoring unter Linux mit ausschließlich freien Tools beschäftigt. Lesenswert 🙂

Was mich im Anschluss noch etwas Zeit gekostet hat war ein nachträgliches Hinzufügen der HD-Version zur Image-Datei. Ein einfaches Hinzufügen des MP4-Videos über Ark bzw. das Packprogramm der Wahl funktioniert leider nicht, da es die Metainformationen des Images zerstört und das Brennprogramm dann nicht mehr so recht arbeiten wollte. Ich habe daher mein heißgeliebtes Windows-Tool MagicISO über Wine angestoßen und die Datei hierüber eingefügt. Vielleicht kennt ja noch jemand eine Variante, die nativ in Linux läuft und bestenfalles sogar freie Software wäre – Comments!

Von Thunderbird zu Kubuntu – Endlich natives PIM mit ownCloud und KDE

Vor einer ganzen Weile schon bin ich von Funambol auf ownCloud umgestiegen. Gründe dafür gibt es viele, der Hauptverdächtige war aber das Update- und Communityverhalten von Funambol – es existiert nicht. Außerdem war auch die Plugin-Situation für meine Exchange-Alternative Outlook minderwertig sowie eine Synchronisation mit Android abenteuerlich. Aus diesem Grund ging es zu ownCloud.

ownCloud selbst arbeitet dabei nicht als JAVA-, sondern bietet als Interface Webzugriff und fungiert als WebDAV-, CalDAV- und CardDAV-Server. Er ist ziemlich sicher, übersichtlich, komfortabel, funktional und vor allem SCHNELL. Zudem basiert er auf meinem vServer auf bereits eingerichteten Umgebungen und lässt sich leicht und sicher backupen sowie updaten.

Aber warum schreibe ich das hier? Weil ich bislang auch ownCloud über Thunderbird zugänglich gemacht habe. Nur ist das furchtbar – Synchronisation mit Kalendern und Kontakten funktioniert nur über Plugins, die selbst weder richtig gewartet werden noch korrekt funktionieren. Und das schlimmste: Der sowieso schon langsame Thunderbird geht bei einer einfachen Kalendersynchro in die Knie auf meinem i5; der Atom meines Netbooks wird unausstehlich.

Deshalb muss nun bei meinem KDE 4.9 endlich wieder KMail ran. Ich bin damals wegmigriert, weil mir Thunderbird auf allen Plattformen zur Verfügung steht, was bei KMail nur prinzipiell der Fall ist. Jedoch bin ich nun zufriedener denn je. Der Import funktioniert einfach: Über Extras -> Import-Assistent einfach alles auf Thunderbird migrieren und schon ist quasi alles wie gehabt. Die Kalender und das Adressbuch richtet man sich in Akonadi über diese Anleitung ein. Noch Fragen? Ich habe keine.

Übrigens dauert der Import bei großen Nachrichtenarchiven sehr lange – keine Sorge, der Import-Assistent arbeitet auch ohne direkte Rückmeldung. Nicht verzagen also, bei mir hat es eine gute Stunde gebraucht, weil ich aber auch Mails seit 2010 archiviere. Wichtig ist nur, dass ihr den Import auch entsprechend einschaltet – warum? Weil ich dazu erstmal einen Import-Ordner bestimmen müsst (das blaue Ordnersymbol bietet euch da die Auswahl) und danach auf Starten/Weiter klickt. Erst dann geht’s richtig los 😉

Kubuntu, Akonadi und nichts geht mehr

Wer wie ich Kubuntu nutzt und sich auch mit den PIM-Features von KDE auseinandersetzt, der könnte vielleicht in die gleiche Problemsituation kommen: Akonadi startet nicht. Nach Klick auf die Persönlichen Informationen in den Systemeinstellungen kommt Akonadi einfach mit einer Fehlermeldung und in den Details steht irgendwas vom D-Bus.

Einige Recherche konnte mir nicht wirklich helfen, bis ich auf folgenden Hinweis mit dem Suchwort “Last driver error: “QMYSQL: Unable to connect”” in den Fedoraforen gestoßen bin.

rm -R ~/.local/share/akonadi/ && rm -R ~/.config/akonadi/ && rm -R ~/.kde/share/config/akonadi*

Der Befehl löscht schlicht die gesamte Konfiguration von Akonadi – also Vorsicht! und vorher die gesamten Ordner einmal sichern. Danach sollte Akonadi rennen, wie gewünscht, und einer Einrichtung der Konfiguration steht nichts mehr im Wege 🙂

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