Archiv für Januar, 2009

Echt unglaublich

Sonntag, 25. Januar 2009 at 18:10

Les ich doch vorhin von einem tragischen Verkehrsunfall (Shortnews Zusammenfassung: hier) mit beidseitigem SchuldverhĂ€ltnis und Migrationshintergrund, da bekomme ich doch durch Zufall einen Link zu einem Fatwaurteil, einem islamischen Recht (oder dem? keine Ahnung, stecke dafĂŒr nicht tief genug in der Materie) in die HĂ€nde. Das Unglaubliche an der Sache ist, dass dieses sogenannte Gesetz zulĂ€sst, dass Menschen, die ĂŒber eine rote Ampel laufen, einfach ĂŒberfahren werden dĂŒrfen, denn es ist ja die klare Absicht des Selbstmordes und damit trifft den Autofahrer keine Schuld. Taboing, irgendwas lĂ€uft doch gehörig falsch im Staate DĂ€negypten!

Abgelegt von blog
von siyman

Aus dem Leben zweier angehender Germanisten

Dienstag, 20. Januar 2009 at 15:32

(15:29:27) Nicky: und ich hol mir mal n Bier
(15:29:34) siyman: wie göttlich ^^
(15:29:41) siyman: ich hab nachher noch Seminar -.-
(15:30:01) Nicky: ihhh wie ungöttlich xD
(15:30:05) Nicky: gibts das Wort?
(15:30:13) Nicky: gottlos xD
(15:30:15) siyman: ;)
(15:30:22) siyman: ein Hoch auf die Morphologie :D
(15:30:26) Nicky: yiehaaa

Abgelegt von home
von siyman

Gut und Böse

Donnerstag, 15. Januar 2009 at 15:44

Die meisten Konflikte von Bedeutung sind Konflikte zwischen Dingen, die befriedigend sind oder waren, nicht zwischen Gut und Schlecht. Und wenn wir glauben, dass wir ein fĂŒr allemal eine umfassende hierarchische Wertetafel aufstellen könnten, eine Art Katalog, in der sie in einer Ordnung von ab- und aufsteigendem Wert angeordnet sind, dann bemĂ€nteln wir nur unsere UnfĂ€higkeit, intelligente Urteile im Konkreten zu fĂ€llen. Oder wir versuchen, die gewohnheitsmĂ€ĂŸige Wahl und das Vorurteil mit einem Ehrentitel zu versehen. – John Dewey

Irgendwie erschreckend sich darin wiederzufinden.

Abgelegt von blog
von siyman

Über Gebote

Sonntag, 11. Januar 2009 at 19:14

Vorhin las ich auf Ubuntuusers.de einen Artikel ĂŒber die Aussage von Ted Ts’o, ehemaliger Debianmitarbeiter und auf Grund des Streits um die Unverletzlichkeit der Freiheit von proprietĂ€rerer Pakete in Debian nun nicht mehr mit an Bord. Dabei fiel mit folgendes auf:

Ted Ts’o ist jedoch der Meinung, dass selbst so absolut ausgesprochene SĂ€tze, wie das Gebot “Du sollst nicht stehlen.”, in der RealitĂ€t Ausnahmen zu lassen. So sei es durchaus akzeptabel, wenn ein verhungernder Mensch Lebensmittel stehle. Nach der Ansicht von Theodore Ts’o sei “100% freie Software” ein wunderbares Ziel, allerdings stĂ€nden Menschen und ihre BedĂŒrfnisse ĂŒber Hard- und Software.

Dabei kam mir folgender Gedanke: NatĂŒrlich ist Mundraub nicht im Gebot explizit ausgeschlossen, doch die 10 Gebote erklĂ€ren kontextuell, dass es dazu ĂŒberhaupt nicht kommen darf. Sogar deinen Feind sollst du lieben, sollst ihn damit auch vor dem Tode bewahren und ihm zu Essen geben. So gedacht Ă€ndert sich aufeinmal auch die vollstĂ€ndige Richtung der Tatsachen. Meine Idealvorstellung sĂ€he wie folgt aus: Ich stimme Ts’o zu, allerdings unter PrĂ€misse der idealen Selbstaufgabe. Damit meine ich Pragmatismus in seiner höchsten Form. Wenn ich Software jeglicher Art in meine Distribution einpflege, damit der Benutzer relevante Dinge auch entsprechend nutzen kann, dann sollte ich das tun – denn genau das ist Usability, unabhĂ€ngig von Freiheit. Entstehen quelloffene, freie Alternativen, ersetze ich die vormals unfreien Pakete eben mit diesen. Aber kurioserweise bin ich mit dieser Einstellung zu wenig systemkritisch. Am besten wĂ€re es immernoch, jegliche Software auf dieser Welt wĂ€re FOSS, dann wĂŒrde es gar nicht erst zur Diskussion kommen. Und Betriebssysteme hĂ€tten Namen wie Walhalla, paraĂ­so und Elysium …

Übrigens, der onframe ist nun entfernt, ich denke ein Jeder hat die Aussage des ganzen verstanden.

Abgelegt von home
von siyman